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Axel Springer-Aktie: Zukauf eines polnischen Portals


05.06.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Axel Springer (ISIN DE0005501357 / WKN 550135) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.

Gestern habe das Unternehmen bekannt gegeben, für das 50/50-Joint Venture mit Ringier einen Anteil von 75% an Onet, dem größten polnischen Online-Portal, erworben zu haben. Folgende Eckwerte weise das Unternehmen auf: Umsatz 2011: 56 Mio. Euro, EBITDA 2011: 22 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 39,3%).

Das Wachstum habe bei Onet in den vergangenen Jahren im niedrigen zweistelligen Bereich gelegen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren ein ähnliches Wachstum erzielt werde (BHLe: 11%). Die Transaktion werde voraussichtlich zum 1. Januar 2013 vollzogen. Dahingehend hätten die Analysten ihre Schätzungen für Axel Springer angepasst.


Der Kaufpreis für den 75%-Anteil habe 217,5 Mio. Euro betragen, was einem EBITDA-Multiple 2011 von 13 entspreche. Diese Transaktion sei nach Erachten der Analysten nicht günstig und beinhalte aus ihrer Sicht eine strategische Komponente. Mit dieser Transaktion werde Axel Springer einer der größten Spieler auf dem polnischen Online-Markt. Aus ihrer Sicht seien neben dem originären Wachstum des Marktes auch Synergieeffekte, vor allem zur Redaktion von "Fakt", der polnischen Tageszeitung aus dem Haus Springer, denkbar. Darüber habe das Unternehmen bisher noch keine Aussagen gemacht.

Die Analysten würden ihre Schätzungen nach der Übernahme leicht anpassen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Axel Springer-Aktie weiterhin mit "kaufen" und dem Kursziel 44,00 Euro ein. Dieses würden sie anhand ihrer Sum-of-the-parts-Analyse und ihrem Dividenden-Modell festlegen. (Analyse vom 05.06.2012) (05.06.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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